Was bläht die Dateigröße meiner Bilder auf?

Briefmarke mit dem »Gewicht« eines ganzen Briefes?

Im Web werden häufig viele kleine Bilder genutzt. Die sind oftmals unverhältnismäßig groß hinsichtlich der Dateigröße. Schon allein ihre Anzahl ist geeignet, die Darstellung einer Seite im Browser zu verlangsamen. In manchen Zusammen­hängen kann man die Vielzahl kleiner Bilder durch die Verwendung von CSS-Sprites bändigen. So wird beispielsweise für die kleinen Icons am rechten oberen Rand unseres Browserfensters (Typo3-Logo, RSS-Symbol etc) nur ein Bild ein­ge­setzt, was nebenbei sogar die zu übertragende Datenmenge verringert.

Es lohnt aber auch ein Blick auf die einzelen Bilder. Hier stellt sich dann der Webredakteur gelegentlich die Frage, was eigentlich die Dateigröße der Bilder so unverhältnismäßig groß werden lässt. Logisch ist, dass eine halbierte Bild­größe (in beiden Dimensionen) nicht zwangsläufig eine Viertelung der Dateigröße ergeben wird, denn mit einer idealen Kompression spiegelt die Dateigröße den Informationsgehalt wieder – nicht die Pixelanzahl.

Eine Ursache für überraschend große »kleine Bilder« können eingebettete Meta-Daten sein. Ist z.B. ein Vorschaubild in einem Bild von der Größe eines Vorschaubildes enthalten, so ist ein solches Bild zwingend signifikant größer als ohne Vor­schaubild zu erwarten wäre.

Diese Meta-Daten bleiben bei vielen Bildoperationen – auch auf dem Webserver – erhalten. Insbesondere bei kleinen Bildern sind die zusätzlichen Informationen der Meta-Daten in Bezug auf die Dateigröße keine Marginalie. Eingebettete Farb-Profile, die man vielleicht nicht als Meta-Daten bezeichnen sollte, führen sogar u.U. zu ernsten Problemen.

Das zu diesem Thema produzierte Video zeigt, wie sich Meta-Daten eines Bildes auf dem lokalen PC entfernen lassen. Idealerweise geschieht das bereits beim Export fürs Web z.B. aus Photoshop. Eine automatische Entsorgung der Meta-Daten im Rahmen des Uploads zum Server wäre zwar möglich, kann aber nicht wirklich gewollt sein, denn in manchen Zusammenhängen wird der Anbieter – gerade bei größeren Bildern – auf die Zusatzinformationen der Metadaten – wie den Copyright-Vermerk – Wert legen.

Wenngleich das passende Werkzeug zum Entfernen vom Image-Meta-Daten von der eigenen Arbeitsumgebung abhängt, sodass kein Programm »das richtige« ist, ist ein Hinweis auf JPEG & PNG Stripper, das man auch auf heise.de findet, angebracht, denn dieses erstaunlich kleine Programm kann man (unter Windows) auch ad hoc nutzen.

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